|
Zum Kronplatz (Plan de Corones) (Mit Furkelpass)
Wie so oft habe ich mich vom "Giro de Italia" inspirieren lassen. Angespornt durch die Herausragenden Leistungen der Radprofis im Bergzeitfahren auf den Plan de Corones (Kronplatz), musste ich diese Strecke e infach
abfahren.Startpunkt wieder in Riscone bei Bruneck geht's Richtung Gadertal und weiter ab Longega (Zwischenwasser) ins Vigiltal. Angekommen in Marebbe kann man schon erahnen was hier vor ein paar Tagen los war. Startpunkt der 16. Etappe mit dem Bergzeitfahren von St. Vigil zum Kronplatz. ab St. Vigil werden die Steigungen immer stärker. Anfangs noch unter 10 Prozent werden es nach
rund 2 bis 3 Kilometer leicht über 10 Prozent. Während man eine Siedlung
durchfährt wird die Maximalsteigung von 15 Prozent kaum unterboten. erst weiter
oben hat man ein gleichmäßige Steigung von 9 bis 13 Prozent abzukurbeln. Ist die
Skibrücke durchfahren wird die Steilheit rapide weniger und man ist schon fast
am Abzweig zum Kronplatz. Ab hier wird's heftig!Anfangs lockerer Beton-Piste, später fester Schotterbelag und eine Maximalsteigung von 26 Prozent. Wer wissen möchte wie die Profis sich gefühlt haben sollte diesen Anstieg in Angriff nehmen. Ich habe es getan und wollte es wissen. Als Einstieg hat man gleich mal ein Steilstück mit 20 Prozent zu meistern, weiter mit mäßiger Steigung über einige Kehren und Querrinnen die mit Zeit richtig nerven können. In den Kehren liegt meist aufgelockerter Schotter, der durch due Auffahrten der Versorgungsfahrzeuge verursacht wird, darum bietet sich an so gut es geht im Außenbereich die Kurven zu nehmen. Lange Zeit verläuft die Auffahrt im bewaldeten Teil, sodass eine Aussicht kaum zu genießen ist - ist auch gar nicht von Vorrang, denn die Kraftanstrengung und die Konzentration erfordert alle Aufmerksamkeit. Ist die Baumgrenze erreicht folgt ein kürzerer nicht so steiler Abschnitt, obwohl dieser immer noch bei einer S teigung
von 7 bis 8 Prozent liegt, meint man rasen zu können. Kaum hat ma sich an diese
Steigung gewöhnt wartet schon der nächste Hammer auf einen. Der letzte Kilometer
- dieser beginnt in einer scharfen Linkskurve und ist gleichzeitig das steilste
Stück der Auffahrt. 26 Prozent gefolgt von einem Teilstück mit 24 Prozent
Maximalsteigung. Das Herz rast und der Puls droht fast zu explodieren. Und alles
im sitzen tretn, bei einem Wiegetritt hat man hier keine Chance. Endlich
geschafft, vorbei an einigen Hütten und man hat den höchsten Punkt erreicht.
Belohnt wird man hier mit einem einmaligen Panorama sowie einen
Rundumblick in die Bergwelt der Dolomiten.Keine Frage die Radprofis haben hier Höchstleistung geboten und ich auch. Zurück zum Furkelpass und über Olang und dem Pustertal nach Bruneck und Riscone. Voller Stolz fahrt man die Piste hinunter und jeder der hier zu Fuß den Gipfel erklimmt klatscht Beifall für deine Leistung. Route: Riscone - Santo Stefano - San Martino -
Longega (Zwischenwasser) - Marebbe - Furkelpass (1789m ü.NN) - Kronplatz (2275m
ü.NN) - Furkelpass (1789m ü.NN) - Valdaora di Sopra - Bruneck - Riscone
|