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"Tour 9" "Zum Teide"
"Zum Teide", "Die Fahrt über den Wolken" oder auch "Quer durch den Nationalpark Teide", egal wie man die Route nennt, sie ist einfach das Highlight hier auf der Insel und nicht nur für Radfahrer. Jeder wird begeistert sein, der dieses Gebiet zum ersten mal betritt. Eine Königsetappe einfach, die nicht nur schönes zu bieten hat sondern auch einiges an Kondition und Kraft abverlangt. Ich empfehle jeden, der diese Tour zum ersten mal fährt, den Aufstieg über Vilaflor zu machen, denn den ersten Anblick des Nationalparks, der sich einem plötzlich öffnet wird man nie mehr vergessen und wirkt aus dieser Richtung am besten. Viele, viele Jahre komme ich nun schon auf Teneriffa, immer fahre ich mindestens einmal in den "Parque Nacional del Teide" und ich bin immer wieder aufs neue fasziniert. Diesmal habe ich es sogar mit dem eigenen Rennrad erlebt. Einfach ein herrliches Erlebnis. Angefangen wieder in Fasnia beginnt nach rund 34 Kilometern der Aufstieg in "Granadilla de Abona". Von hier ab bis Vilaflor ist es der einfachere Teil der insgesamt 26 Kilometer langen Bergfahrt. Mit 14km und einem Durchschnitt von 5,4% genau richtig zum warm fahren. Weiter über Vilaflor mit ungefähr 12km und einer Durchschnittssteigung von 6,6% zum "Nationalpark Teide". Am Ende dieses Teilstücks hat man schon mal einen ersten Blick auf den "Teide" mit 3718m ü.NN. Richtig gewaltig wirkt er wenn er komplett mit Schnee bedeckt ist, dies sieht man aber recht selten. Es folgen nun rund 25 Kilometer über ein Terrain was einer Mondlandschaft ähnelt. Bis zum Höchsten befahrbaren Punkt (an der Seilbahn) mit 2353m ü.NN verliert man noch mal rund 200hm, die man sich schwer unter "dünner Luft" zurück erkämpfen muss. Sicher kann man hier in dieser Jahreszeit einige Profis bekannter Teams trainieren sehen. Wie auch oft schon "Team T-Mobile" bei ihrem Höhentraining. Kurz vor "El Portillo", fast am Ende der Abfahrt von der Seilbahn, erreicht man einige Restaurants mit Bar. Hier sollte man unbedingt bei einem "Cafe con Leche" und ein oder zwei Colas den Blick zum gigantischen Riesen genießen. Außerdem gibt eine kleine Verpflegung noch mal Kraft für die letzten Höhenmeter und Kilometer bis zum Ausgangspunkt. Ein Stückchen noch bis zu Kreuzung bei "El Portillo" geht es dann rechts in Richtung "Izana", einem riesigen Observatorium. Nach rund 270hm und 5 Kilometern hat man die Kreuzung erreicht die zum Observatorium führt. Wir fahren gerade aus, Richtung "La Esperanza", weiter. Wer möchte kann hier noch einen Abstecher zum "Observatorio Meterologico de Izana" bzw. "Observatorio Astronomico del Teide" machen. Ab dieser Kreuzung geht es fast ständig bergab. Ein Top Straßenbelag und eine phantastische Aussicht über die Insel Teneriffa machen diese Abfahrt unvergesslich. Trotzdem immer Vorsicht vor Touristen mit ihren Leihwägen. Plötzliches abbremsen der Fahrer, wegen eines guten Motivs für den Foto, können manchmal schmerzlich enden!!! Die eigentliche Abfahrt beginnt bei Kilometer 105. Hier geht es Richtung Arafo bzw. Güimar. Eine herrliche serpentinenreiche Abfahrt mit sehr wenig Verkehr. Bester Belag verleidet hier schon mal zum Leichtsinn, denn plötzlich auftretende Nebelschwaden machen die Sichtweite fast gerade mal auf 10m und man könnte hier schnell die Piste in ungewollte Richtung verlassen. Der Letzte Teil der Runde von Arafo bis Fasnia ist mit dem Rückweg des Teilstücks der Tour7 gleich zu setzen. Ein Tipp noch; wenn man durch die Wolkenschichten bei den Abfahrten fährt sollte man unbedingt eine Überjacke und lange Handschuhe mitnehmen. Dort kann es unangenehm kalt und nass durch die starke Luftfeuchtigkeit der Nebelschwaden werden. Ich wünsche euch viel Spaß und wenn ihr diese Tour gefahren sein solltet würde ich mich über einen kurzen Eindrucksbericht von euch freuen. Radlergrüße von Olaf!!! |